Definition:
Was ist Lerntherapie?

Was ist Lerntherapie – Schwerpunkt Lernhemmungen?

Lerntherapie Lernhemmungen ist die Förderung und Weiterentwicklung von normal begabten Kindern und Jugendlichen, die eine spezielle pädagogisch-psychologische Förderung im Bereich von Lern- und Leistungstörungen erhalten. Die Lerntherapie-Lernhemmungen bietet eine sehr individuelle Form der Einzeltherapie mit phänomenologischen, dem einzelnen Kind angepassten Lehr- und Lernformen. Es ist keine Nachhilfe, da an basale Fähigkeiten angeknüpft wird.

Förderschwerpunkte sind Legasthenie und Dyskalkulie – auch Lese-Rechtschreib- und Mathe-Schwäche.

Legasthenie

Legasthenie / Lese-Rechtschreibschwäche / LRS

Die Schreib- und Leseleistungen liegen wesentlich unter denen, die aufgrund des Alters der Intelligenz und der altersbezogenen Bildung zu erwarten wären.

Mögliche Fehler von Kindern mit LRS

  • Verwechselung ähnlich klingender Laute z.B. p/b, g/k oder f/w
  • Verdrehen oder Auslassen von Buchstaben im Wort z.B. dei statt die, ach statt auch
  • Fehler in der Groß- und Kleinschreibung
  • allg. verlangsamtes Arbeitstempo, Hausaufgaben dauern oft mehrere Stunden

Dyskalkulie

Dyskalkulie / Rechenschwäche / RS

Unter einer Dyskalkulie versteht man eine Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die sich im Grundschulalter in den Grundrechenarten Addition, Substraktion, Multiplikation und Division zeigt.

Mögliche Fehler von Kindern mit RS

  • Verdrehen von Ziffern beim Lesen und Schreiben z.B. 24 wird zu 42
  • Finger werden zum Lösen der Aufgaben eingesetzt
  • die Stellen einer Zahl können nicht benannt werden z.B. Einer, Zehner, Hunderter
  • Schwierigkeiten beim Lesen der analogen Uhr
  • wenig Zeitgefühl

Häufige Begleitsymptome bei Legasthenie und Dyskalkulie

  • Vermindertes Selbstwertgefühl
  • Schulunlust, Vermeidungsverhalten, Schulangst
  • phychosomatische Symptome wie etwa Kopf- und Bauchschmerzen
  • Konzentrationsschwäche / Aufmerksamkeitstörung